Robert Schumann
2 voix · Voice, Piano
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Die Sonne sah die Erde an, es ging ein milder Wind und plötzlich stand Schneeglöckchen da, das fremde blasse Kind, und plötzlich brach mit Pomp und Braus der alte Winter auf, die Wolken eilten pfeilgeschwind zum dunkeln Nord hinauf. Eisscholle lief, Schneeflocke schmolz, die Stürme heulten drein, Schneeglöckchen stand gesenkten Haupt’s in dem Gewühl allein. “Ei komm! Du weisses Schwesterlein, wie lange willst du steh’n? der Winter ruft, das Reich ist aus, wir müssen nach Hause geh’n! Und was nur rings auf Erden trägt die weisse Liverei, das schürze sich, das tummle sich zur Abfahrt schnell herbei! das schürze sich, das tummle sich zur Abfahrt schnell herbei!” Schneeglöckchen sah sich bebend an und dachte halb im Traum: “Was soll um Winters Liverei der grüne, grüne Saum? Wob ihn wohl um das weisse Kleid des Winters rauhe Hand? wo komm’ ich her? wo geh’ ich hin? wo ist mein Vaterland?
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