Johannes Brahms
2 voix · Voice, Piano
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Es weht um mich Narzissenduft, es spricht zu mir die Frühlingsluft: Geliebter, Geliebter, erwach im roten Morgenglanz, dein harrt ein blütenreicher Kranz, Betrübter, Betrübter, Betrübter! Nur musst du kämpfen drum und tun und länger nicht in Träumen ruhn; lass schwinden, lass schwinden! Komm, Lieber, komm aufs Feld hinaus, du wirst im grünen Blätterhaus ihn finden, ihn finden, ihn finden. Wir sind dir alle wohlgesinnt, du armes, liebebanges Kind, wir Düfte, wir Düfte; warst immer trei uns Spielgesell, drum dienen willig dir und schnell die Lüfte, die lüfte, die Lüfte. Zur Liebsten tragen wir dein Ach, und kränzen ihr das Schlaf gemach mit Blüten, mit Blüten. Wir wollen, wenn du von ihr gehst, und einsam dann und traurig stehst, sie hüten, sie hüten. Er wach im morgenroten Glanz, schon harret dein der Myrten kranz, Geliebter, Geliebter! Der Frühling kündet gute Mär, und nun kein Ach, kein Weinen mehr, Betrüb ter, Betrübter, Betrübter!
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