Maria Theresia von Paradis
2 voix · Singstimme Voice, Pianoforte
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Da eben seinen Lauf vollbracht, der schönste Frühlingstag, und nun die Ruhe stiller Nacht, schon auf den Fluren lag; da wandelte (den sanften Blick umwölkt von Traurigkeit) Maria in ihr Thal zurück zur trauten Einsamkelt. Ein Seufzer, der ihr Lindrung gab, der Sanften Brust entdrang, indes die bleiche Wang' herab, die stille Thräne sank. Denn ach! betrogne Liebe brach des armen Mädchens Herz; aus ihren trüben Augen sprach der hofnungslose Schmerz. Sie seufzt, da Zähren ihr entfliehn, wie elend ach! ach! bin ich, die Schneeblum und das Veilchen blühn jetzt ohne Reiz für mich, der Frühlingssonne holdes Licht, das jeden Blick erfreut, erfreut nur meine Augen nicht, vermindert nicht mein Leid. Der kleine Bach in dessen Glanz ich mich so gern erblickt, wenn ich mit einem Blumenkranz mein blondes Haar geschmückt, zeigt jetzt mir nur, wir dies Gesicht, von Lieb und Gram verblüht; O! Lucia, Lucia siehst du nicht, wie bald der Reiz uns flieht? Doch du, der mich vergas bey ihr, nun meinen Anblick fliehst; o sag um welchen Reiz du mir so ganz dein Herz entziehst? O! liebte sie dich treuer wohl, wohl zärtlicher als ich? Doch nein mein letzter Seufzer soll nicht klagen wider dich, vielmehr soll er zum Himmel flehn', für dich den ich geliebt, dass er, der Treu dich schwören sehn, den falschen Schwur vergiebt. Und nun da bald vollendet ist, des Lebens trüber Psad; nun hör', eh' sich mein Auge schliesst, was sterbend ich noch bat. Wenn dir dereinst der Tag erscheint, (ich werd' ihn nicht mehr sehn) der Lucien ganz mit dir vereint, dann denk an dies mein Flehn. Und wenn du mit dem Hochzeitzug den Kirchhof geht herab; so trete nicht dein froher Zug auf mein begrüntes Grab.
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