Erster Akt. VII. Scene

PADEREWSKI, Ignacy Jan

27 voix · Contrabasso., Violoncello., Viola., Violino II., Violino I., MädchenChor., MädchenChor., Urok., Ulana, Arpa., Arpa., Glockenspiel., Cymb., Triangolo., Timpani., 3. Trombone e Tuba., 1. e 2. Tromboni.,

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Paroles

Urok.

! Auf mein Wort! Du hast es recht weit gebracht! ! ! Nur sacht! nur sacht! ! Ich hab’s dir prophezeit, nicht hier winkt Rettung deinem Leid; ! doch ist ! der wahre Freund nicht weit. Noch hast du alles nicht verloren! Sie log ! wies so zu geschehen pflegt. Doch sprich! Bist du denn ärmer wie zuvor? Hast ja den ! Fürst, der, dich, erkor, und mich! Nicht doch, er liebt dich ja, dein Mann, und läuft er auch wie ein toller Hahn zur Zeit auf allen We!gen, ! und guckt sich blind, wo die schwarzen Schönen sind, wen kann das erregen? Ha ha! Das nenn’ ich Mut, Sie glaubte dem Zigeunerblut! Zur Bande zieht es ihn zurück! Ohn’ Treu’, ohn’ Lieb’, folgt er seinem Trieb.Der Tagedieb er stiehlt dein junges Leben! Frau und Kind sind ihm nur Ketten! Ulana! Ulana, hör’! Wen(n) Manru dein vergisst, dann siehst du, wo die wahre Freundschaft ist! Und wird dich auch dein Fürst dann fehlen, dir bleibt ein Knecht mir hast du zu befehlen! Zum letzten Hauch wär’ ich dir treu! Am End’, ’sist alles einerlei! Was willst du? Sag’ es ohne ! Scheu. Auf mich, ich schwör’s, kannst du zählen! Alles! Du kannst wählen! Nun was soll ich thun? Nicht eher, schwör’ ich, will ich ruh’n, bis du von allen Sorgen frei! ! ! Gewiss! Er treibt es jetzt schon sauber! Vertraust du mir? Sprich! Soll ich ihn verjagen? Soll ich ihm sagen, du hätt’st genug der Plagen, sie hätt’ geschlagen, des Zigeuner’s Uhr? Um fester ihn zu binden! Ich selber soll da helfen, Ich? dir Jenen wieder zu gewinnen? Ha ha! Sprich! bist du von Sinnen? Ich! ich! Hi hi, kenn’ jedes Kraut... Ha ha, und wie man’s braut!... ! Ich kenn’ den Trank? Gäb’ es einen Trank, der Lieb’ gewinnt, dann hätt’ ich selber längst schon Frau und Kind! Ich wüsste wohl, wem ich das Tränklein gäbe, so wahr ich le!be! Nein! Mich ! lass aus dem Spiel! Ich macht’ ihn lieber lahm und krank! Nein! ich geb’ ihn nicht! ! ! ! ! Ich geb’ ihn nicht! Hm! Was? Ulana! so darfst du nicht ins Aug’ mir seh’n, sonst ist’s um mich gescheh’n! ! Nein! Zu viel ist, was du verlangst! Bedenke: ich, ich! Mein Herz erbebt um ihre Noth, ihr Schmerz mein Leid, ihr Glück mein Tod! Es sei! Meinst du? Hoffst du für ewig ihn zu behalten? Ich brau’ den Trank, doch bleibts beim Alten. Lang wird’s nicht dauern; denn ein Zigeuner

Ulana

!LO:TX:a:tAndante. Fort! Fort! Weh mir Wohin ich blick’, ! ist ! Nacht! ! ! ! Weh’ mir, mir flucht, die mich geboren! Ich darf der Hütte nicht mehr nah’n, den Bäumen, die mich wachsen sah’n, und jene Hoffnung, die ich still gehegt... ! ! Manru! Ja! Manru ist mir geblieben! Hab’ alles geopfert für sein Lieben! Ach bliebe mir nur seine Seele für ewig treu! Hielt er den Schwur, gäb’ ich freudig Heimath und Jugend und Kennte keine Reu’! Doch er, einst so gut mit mir, er irrt nun für und für im Wald am Weg. ! ! Zigeuner blut... Wie rette ich mein Glück? Mein Gott, mein Gott! Nur eins kann mich retten, ja eins, nur eins wird mich retten! Ach Urok, wärest du mir treu! ! Du thätest’s? Ich denk’ an Manru... Ach Urok, steh’ mir bei! Mutter sagt’s, schon schleichen die Erumanels herbei. Nun geben sie ihm einen Zauber, und Man!ru andert seinen ! Sinn! Wenn du nicht hilfst, ist alles hin! Ach nein! Was sprichst du nur? Es fiel mir ein: Um neu sein Herz zu finden, um fester ihn an mich zu binden Ein Mittel gäb’ es wohl dazu; doch dieser Mittel kennst nur du, nur du! Ja du! Du streifst im Wald herum und kennst jedes Kraut! Du weisst, was klug macht und was dumm und wie man’s braut! Du kennst den Trank auch, den man giebt, ! wird man nicht mehr geliebt! Gieb mir den Trank! Gieb mir den Trank! ! Gieb mir den Trank! ! Ach Urock hast du kein Gefühl? Gieb mir den Trank! Nein! Du musst ! den Trank mir ge! !ben; denn alles ! ruht, mein Heil in ihm, der mir mein Herze nahm! Du musst ihn geben! Es ist deine Pflicht,... hast du mich lieb? Hast du mich lieb? Verlass mich nicht in meiner ! Angst! Ach thu’s für mich! Mir ist so bang! Du giebst den Trank? Hab’ Dank, hab’ Dank! nun hab’ ich Ruh!

Copyright 2022 Narodowy Instytut Fryderyka Chopina (https://polishscores.org) — License CC-BY-4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)

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